Herbstübung 28-10-2018
  

Mit dem Alarmtext "Brandverdacht, F. Forstinger Straße 15, Volksschule Roitham, starker Rauch, 1 vermisste Person" wurden 30 Feuerwehrmänner- und frauen der FF-Roitham zur diesjährigen Herbstübung am 28-10-2018 um 10 Uhr alarmiert. Folgendes Szenario wurde dabei von Kommandant Johannes Rudyk und dessen Stellvertreter Philip Kathrein, welche während der Übung als Beobachter fungierten, ausgearbeitet: Während einer Trainingseinheit eines örtlichen Vereines im Turnsaal, bemerken die Teilnehmer Rauchentwicklung aus dem Heizraum, welche sich bereits in die Umkleiden und Duschen ausbreitet. Die Turngruppe löst noch den Hausalarm aus, setzt einen Notruf ab und flüchtet ins Freie. Eine Person findet jedoch aufgrund des dichten Rauches den Weg nach draussen nicht mehr und wird im Gebäude vermisst.

Nach Eintreffen von Kommando Roitham mit Einsatzleiter BI Karl Waldl wird eine umfassende Lageerkundung durchgeführt. Der Vereinstrakt ist stark verraucht und aus den Fenstern des Heizraumes schlagen bereits Flammen. Weiters setzt die Betreuerin der Turngruppe den Einsatzleiter darüber in Kenntnis, dass noch eine weitere Person fehlt, diese aber sicher das Gebäude mit der Gruppe verlassen hat. Durch die Einsatzleitung wird an Tank Roitham der Befehl für einen Innenangriff unter schweren Atemschutz zur Personenrettung bzw. Brandbekämpfung gegeben. Weiters wird der Hochleistungslüfter zur Ventilation des Gebäudes in Bereitschaft gebracht und ein C-Rohr im Außenangriff vorgenommen, um ein Übergreifen der Flammen aus dem Heizraumfenster auf den Dachstuhl zu verhindern. Pumpe 1 Roitham stellte den zweiten Atemschutztrupp zur Absicherung und baute gemeinsam mit Pumpe 2 die Zubringerleitung vom knapp 400m entfernten Löschteich auf.

Die erweiterte Lagerkundung brachte schließlich den Verbleib jener Person, welche zwar noch aus dem Gebäude geflüchtet war, aber anschließend fehlte, ans Tageslicht. Die Person war am hinteren Ende des Parkplatzes von einem PKW erfasst worden und unter diesem eingeklemmt. Die Lenkerin stand unter Schock. Somit wurden umgehend Einsatzkräfte von ihren Tätigkeiten gelöst und die Person mittels Hebekissen aus der Zwangslage befreit. Fast zeitgleich wurde auch die im Gebäude vermisste Person vom Atemschutztrupp gefunden und ins Freie gebracht, wo beide Verletzten an der Patientenablage bis zur fiktiven Übergabe an den Rettungsdienst betreut wurden.

Ein zweiter Atemschutztrupp führte die abschließende Brandbekämpfung im Heizraum durch. Das Gebäude wurde rauchfrei gemacht, der Hausalarm rückgesetzt und die Aufräumarbeiten durchgeführt. Im Zuge der Nachbesprechung ließen die Beobachter das Szenario Revue passieren und zeigten einige Verbesserungpotentiale auf. Besonders positiv wurde die gute Zusammenarbeit und die Hohe Schlagkraft der Mannschaft hervorgehoben. Nachdem alle Fahrzeuge aufgerüstet waren, wurden die Übungsteilnehmer vom Bürgermeister auf ein Mittagessen eingeladen - herzlichen Dank!

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