Realbrandausbildung Ready4Fire 07-03-2020
  

Zu einer ganz besonderen Ausbildung machten sich drei Atemschutzträger der FF Roitham am 07-03-2020 auf den Weg nach Amstetten. Dort konnte eine Realbrandausbildung beim Verein Ready4Fire absolviert werden. Gestartet wurde im Feuerwehrhaus Amstetten, wo anhand einer interessanten und sehr praxisbezogenen Präsentation die Grundlagen zum Brandverlauf, Taktik und Technik im Innenangriff erläutert wurden. Nach der Sicherheitsunterweisung ging es einmal quer durch Amstetten zum Übungsgelände, wo sich eine holzbefeuerte Heißausbildungsanlage, errichtet aus mehreren Hochseeschiffcontainern, befindet. Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen die Teilnehmer zunächst ein Hohlstrahlrohrtaining. Dieses stellt das zentrale Werkzeug des Atemschutztrupps im Innenangriff dar, weshalb die Handhabung, Einsatzmöglichkeiten aber auch Grenzen bestens bekannt sein müssen. Dabei wurden auch viele wertvolle Tipps und Tricks für den praktischen Einsatz vermittelt. Im Anschluss wurden die Atemschutzgeräte angelegt und unter Anleitung der Ausbildner ging es in den ersten Brandcontainer. Bei diesem Durchlauf stand die praktische Vermittlung des Brandverlaufes im Mittelpunkt. Anhand eines kleinen Brandes am Ende des Containers wurde durch Drosselung oder Erhöhung der Sauerstoffzufuhr, durch Wasserabgabe und das Schaffen einer Abluftöffnung das Brandverhalten veranschaulicht und im wahrsten Sinne des Wortes spürbar gemacht. Am Ende des ersten Durchlaufes wurde auch das Thema Einsatzstellenhygiene behandelt, wobei es das Atemschutzgerät so abzulegen galt, dass eine Verschleppung der Kontamination durch Ruß und Brandrauch weitestgehend vermieden wird. Ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf die eigene Gesundheit und jener unserer Kameraden, welchen in der Vergangenheit sicher häufig zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Nach Abschluss der Nachbesprechungs- und Erhohlungsphase rüsteten sich die Trupps für den zweiten Durchgang im Brandcontainer aus. Dabei galt es eine Angriffsübung in einer nachgestellten 70m² Wohnung durchzuführen. Bei Null-Sicht, recht warmen Temperaturen durch das Realfeuer im Nebencontainer und hoher Luftfeuchtigkeit galt es mehrere Räume zu durchsuchen und aufgefundene Personen (Übungspuppen) nach draussen zu bringen. Danach konnte in den Brandraum vorgedrungen werden, wobei dieses Vorgehen dreimal bei ständig wechselnden Trupppositionen trainiert wurde, bevor der Rückzug angetreten werden konnte. Nach dem wiederum "sauberen" Ablegen der Geräte erfolgte eine intensive Nachbesprechung mit dem begleitenden Trainer, bevor die Ausbildung beendet und der Heimweg angetreten werden konnte.

Die Teilnehmer der FF Roitham, Atemschutzwart Philipp Schütt, dessen Gehilfin Anna Wimmer und Kommandant-Stellvertreter Philip Kathrein wurden von der erstklassigen Ausbildung sehr positiv überzeugt und konnten viele neue Erkenntnisse und so manchen "Aha-Effekt" mit nach Hause nehmen. Die Teilnahme der FF Roitham stand unter dem Motto "Train the Trainer", da die drei genannten Kameraden für die feuerwehrinterne Ausbildung der Atemschutzträger der FF Roitham verantwortlich sind und das Gelernte in den nächsten Atemschutzübungen an die Kollegen weitergeben werden.

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