Dachstuhlbrand im Ortszentrum von Roitham 02-09-2020
  

Am 02-09-2020 um 21:19 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Roitham durch die Landeswarnzentrale mit dem Stichwort „Brand Wohnhaus“ ins Ortszentrum von Roitham alarmiert. Durch den Umstand, dass sich aufgrund einer Schulung 13 Feuerwehrleute bereits im Feuerwehrhaus befanden, waren KDO und TLFA-B Roitham bereits 2 Minuten nach Alarmeingang vor Ort. Einsatzleiter HBI Johannes Rudyk stellte dabei folgende herausfordernde Lage fest: Beim Brandobjekt handelte es sich um ein Gasthaus, welches sich aus mehreren zusammengebauten Gebäudekomplexen mit Gaststube, Saal, Gästezimmern und Privatwohnbereich zusammensetzt. Oberhalb des Privatbereiches schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Der Großteil der Gäste und Bewohner befand sich bereits außerhalb des Gebäudes, die letzten Personen wurden rasch aus dem rauchfreien Erdgeschoss evakuiert. Da die genaue Ausdehnung des Brandes in der Dachhaut zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden konnte, das Erreichen der Brandstelle aufgrund der Größe des Gebäudekomplexes schwierig war und der benachbarte Vierkanthof bis auf wenige Zentimeter an das Brandobjekt heranragt, wurde aufgrund der großen Ausbreitungsgefahr umgehend Alarmstufe 2 ausgelöst und dadurch die BTF Steyrermühl, FF Laakirchen, FF Bad-Wimsbach und FF Windern nachalarmiert. Auch das Rote Kreuz stand vorerst mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz, konnte jedoch bis auf einen SEW für die Eigensicherung rasch wieder abrücken.

Tank und Pumpe 1 Roitham schafften mittels Leitern einen Zugang auf eine Dachterrasse im ersten Obergeschoss und nahmen darüber zwei Löschleitungen unter schweren Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Pumpe 2 Roitham stellte die Wasserversorgung vom Löschwasserbehälter beim Feuerwehrhaus sicher und eine Einsatzleitstelle wurde eingerichtet.

In weiterer Folge wurde mit Unterstützung der nachrückenden Feuerwehren eine zweite Zubringerleitung aufgebaut, die Teleskopmastbühne auf der Bundesstraße in Stellung gebracht und eine Umleitung eingerichtet. Die Koordinierung der eingesetzten Atemschutztrupps aller Feuerwehren erfolgte durch den Atemschutzsammelplatz.

Der rasche und massive Erstschlag zeigte Wirkung und es konnte nach ca. einer halben Stunde „Brand unter Kontrolle“ gegeben werden. Das Dach musste für die Nachlöscharbeiten von innen und außen geöffnet werden, was wiederum Maßnahmen zur Absturzsicherung der eingesetzten Mannschaften erforderte. Nach dem „Brand aus“ wurde die Dachöffnung mittels Planen provisorisch abgedeckt und die Nachbarfeuerwehren konnten nach und nach abgezogen werden. Die FF Roitham stellte bis in die Morgenstunden eine Brandwache. Einsatzende: 04:08 Uhr

Eingesetzte Kräfte:

FF Roitham mit KDO, TLFA-B, LFB-A2, KLFA-L und 40 Mann
BTF Steyrermühl
FF Laakirchen
FF Windern
FF Bad-Wimsbach
AFK Gmunden
Rotes Kreuz
Polizei inkl. Brandermittler

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