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Die FF Roitham im "Corona-Betrieb" 26-03-2020

Die Coronakrise hat auch weitreichende Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen in ganz Österreich. Die FF Roitham hat bereits mit 12-03-2020 sämtliche Ausbildungen, Übungen und sonstigen Feuerwehraktivitäten eingestellt, die Einsatzbereitschaft ist natürlich nach wie vor uneingeschränkt gewährleistet. Da das Feuerwehrhaus zur kritischen Infrastruktur zählt, darf dieses derzeit nur im Einsatzfall oder für wichtige Tätigkeiten durch Mitglieder unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen betreten werden um Infektionen in der Mannschaft so gut es geht zu vermeiden. Oberstes Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft trotz der schwierigen Bedingungen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Um dies bestmöglich sicherstellen zu können, wurde in Anlehnung an die Handlungsanweisungen des Landesfeuerwehrverbandes eine interne Anweisung erlassen, welche unter anderem regelt, dass im Einsatzfall nur die unbedingt notwendige Anzahl an Einsatzkräften ausrückt, um die sozialen Kontakte auch hier zu reduzieren. Auch die Ausrüstung wurde an die gegebene Situation angepasst, um die Freiwilligen im Falle von Einsätzen in Zusammenhang mit dem Coronavirus entsprechend schützen zu können. Sehr frühzeitig wurde auch der Schulungsraum im Feuerwehrhaus zum Stabsraum adaptiert. Sollte der Einsatz eines Krisenstabes auf Gemeindeebene notwendig werden, so stehen hier optimale Rahmenbedingungen zur Verfügung.

Da die wöchentlichen Freitagsübungen, Sonderübungen, Vorbereitungen für Bewerbe und Leistungsprüfungen derzeit ausfallen, muss genau jetzt auf den guten Ausbildungsstand der FF Roitham zurückgegriffen werden. Allein im Vorjahr wurden über 9.600 Stunden in die Ausbildung investiert, wodurch man sich einen gewissen Vorsprung erarbeitet hat und so auch weiterhin professionelle Hilfe geleistet werden kann. Gänzlich entfallen ist die Ausbildung aber nicht, denn bekanntlich sind die Feuerwehren sehr anpassungsfähig und weisen ein hohes Improvisationstalent auf. So absolvierten der Kommandant und dessen Stellvertreter bereits ein Webinar (Online-Ausbildung) von Heavy Rescue Germany zum Thema "Big Lift - Heben und Stabilisieren schwerer Lasten", das nächste Webinar "Erstschlag Tiefbauunfall" folgt bereits am Samstag. Auch die Seiltechnikgruppe hat bereits auf "Hausübungen" umgestellt und so übt jedes Mitglied zu Hause anhand einer PowerPoint und Videoanleitungen die benötigten Knoten für Absturzsicherung und Rettung aus Höhen und Tiefen.

Eine Prämiere gab es auch im Zuge der Kommandositzung am 25-03-2020. So trafen sich die sechs Kommandomitglieder über Skype im virtuellen Kommandoraum um die Sitzung abzuhalten, wo es nicht weniger als 14 wichtige Tagesordnungspunkte zu besprechen gab. Dabei konnte übrigens ein sehr positives Fazit über diese alternative Möglichkeit gezogen werden.

Wie man durch diesen Situationsbericht erkennen kann, hat sich die Feuerwehr so gut es geht auf die neue, für alle ungewohnte Situation, eingestellt. Trotzdem hoffen natürlich auch wir auf eine baldige Besserung der Lage um langsam wieder einen geordneten Betrieb aufnehmen zu können. Um dies zu erreichen plädieren wir dafür, die Anordnungen der Behörden unbedingt zu befolgen! #stayhome

Wir sind auch weiterhin zur Stelle wenn Sie uns brauchen!
Ihre Freiwillige Feuerwehr Roitham

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EINSÄTZE

   
 

 

Baum über Straße 28-02-2020

Neues Sturmtief - neue Einsatzwelle für die Feuerwehren.
Am 28-02-2020 um 00:28 Uhr erfolgte die Alarmierung durch die Landeswarnzentrale für die Freiwillige Feuerwehr Roitham zu einem Sturmschaden auf die B144 kurz nach der Ortsausfahrt Richtung Traunfall. Vor Ort wurde neuerlich ein großer, umgestürzter Baum vorgefunden, welcher die Bundesstraße komplett blockierte. Die Straße wurde durch Feuerwehrlotsen für die Dauer der Arbeiten gesperrt, der Baum mittels Motorsäge zerkleinert und am Waldrand abgelegt. Die Fahrbahn wurde anschließend noch von kleineren Ästen befreit. Parallel dazu wurde der gesamte Verlauf der Bundesstraße durch das Gemeindegebiet auf etwaige Sturmschäden kontrolliert, wobei noch ein weiterer umgestürzter Baum von der B144 in der Ortschaft Kemating entfernt werden musste. Aufgrund der während der Einsätze weiterhin vorherrschenden, sehr stürmischen Bedingungen gemeinsam mit starkem Niederschlag keine ungefährlichen Aufgaben, weshalb von den Einsatzmannschaften höchste Vorsicht, vor allem in Hinblick auf weitere umstürzende Bäume anzuwenden war.
Die FF Roitham stand mit KDO, LFB-A2, ULFA und 19 Mann ca. eine Stunde im Einsatz.

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AUSBILDUNGEN

   
   
 

Realbrandausbildung Ready4Fire 07-03-2020

Zu einer ganz besonderen Ausbildung machten sich drei Atemschutzträger der FF Roitham am 07-03-2020 auf den Weg nach Amstetten. Dort konnte eine Realbrandausbildung beim Verein Ready4Fire absolviert werden. Gestartet wurde im Feuerwehrhaus Amstetten, wo anhand einer interessanten und sehr praxisbezogenen Präsentation die Grundlagen zum Brandverlauf, Taktik und Technik im Innenangriff erläutert wurden. Nach der Sicherheitsunterweisung ging es einmal quer durch Amstetten zum Übungsgelände, wo sich eine holzbefeuerte Heißausbildungsanlage, errichtet aus mehreren Hochseeschiffcontainern, befindet. Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen die Teilnehmer zunächst ein Hohlstrahlrohrtaining. Dieses stellt das zentrale Werkzeug des Atemschutztrupps im Innenangriff dar, weshalb die Handhabung, Einsatzmöglichkeiten aber auch Grenzen bestens bekannt sein müssen. Dabei wurden auch viele wertvolle Tipps und Tricks für den praktischen Einsatz vermittelt. Im Anschluss wurden die Atemschutzgeräte angelegt und unter Anleitung der Ausbildner ging es in den ersten Brandcontainer. Bei diesem Durchlauf stand die praktische Vermittlung des Brandverlaufes im Mittelpunkt. Anhand eines kleinen Brandes am Ende des Containers wurde durch Drosselung oder Erhöhung der Sauerstoffzufuhr, durch Wasserabgabe und das Schaffen einer Abluftöffnung das Brandverhalten veranschaulicht und im wahrsten Sinne des Wortes spürbar gemacht. Am Ende des ersten Durchlaufes wurde auch das Thema Einsatzstellenhygiene behandelt, wobei es das Atemschutzgerät so abzulegen galt, dass eine Verschleppung der Kontamination durch Ruß und Brandrauch weitestgehend vermieden wird. Ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf die eigene Gesundheit und jener unserer Kameraden, welchen in der Vergangenheit sicher häufig zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Nach Abschluss der Nachbesprechungs- und Erhohlungsphase rüsteten sich die Trupps für den zweiten Durchgang im Brandcontainer aus. Dabei galt es eine Angriffsübung in einer nachgestellten 70m² Wohnung durchzuführen. Bei Null-Sicht, recht warmen Temperaturen durch das Realfeuer im Nebencontainer und hoher Luftfeuchtigkeit galt es mehrere Räume zu durchsuchen und aufgefundene Personen (Übungspuppen) nach draussen zu bringen. Danach konnte in den Brandraum vorgedrungen werden, wobei dieses Vorgehen dreimal bei ständig wechselnden Trupppositionen trainiert wurde, bevor der Rückzug angetreten werden konnte. Nach dem wiederum "sauberen" Ablegen der Geräte erfolgte eine intensive Nachbesprechung mit dem begleitenden Trainer, bevor die Ausbildung beendet und der Heimweg angetreten werden konnte.

Die Teilnehmer der FF Roitham, Atemschutzwart Philipp Schütt, dessen Gehilfin Anna Wimmer und Kommandant-Stellvertreter Philip Kathrein wurden von der erstklassigen Ausbildung sehr positiv überzeugt und konnten viele neue Erkenntnisse und so manchen "Aha-Effekt" mit nach Hause nehmen. Die Teilnahme der FF Roitham stand unter dem Motto "Train the Trainer", da die drei genannten Kameraden für die feuerwehrinterne Ausbildung der Atemschutzträger der FF Roitham verantwortlich sind und das Gelernte in den nächsten Atemschutzübungen an die Kollegen weitergeben werden.

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