Jahreshauptversammlung mit Spendenübergabe 06-01-2019

Zur 130. Vollversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Roitham durfte Kommandant HBI Johannes Rudyk am 06-01-2019 im GH Forstinger zahlreiche Ehrengäste und Zuhörer sowie 71 Feuerwehrmitglieder  begrüßen. In der Versammlung wurde auf das abgelaufene Jahr 2018 zurückgeblickt. Ein Jahr, in welchem wieder umfangreiche Leistungen in allen Sparten des Feuerwehrwesens erbracht wurden. 87 mal wurde die FF-Roitham vergangenes Jahr zu Einsätzen gerufen, wobei es sich um 14 Brand- und 73 technische Einsätze handelte und über 700 Einsatzstunden aufgewendet wurden.

Ein Großteil der Gesamtstunden fällt allerdings auf die Ausbildung, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein. Bei insgesamt 251 Ausbildungsveranstaltungen der Aktivmannschaft wurden über 8600 Stunden geleistet. Aber auch die Bilanz der Jugend kann sich sehen lassen, führte diese doch ebenfalls 49 Übungen durch. Der Gesamtaufwand für die Jugendarbeit (inkl. Vorbereitungen, Bewerbe, Jugendlager) beläuft sich auf über 4000 Stunden. Besonders erfreulich ist zu erwähnen, dass die Jugendgruppe den hohen Mitgliederstand halten konnte und aktuell aus 21 Mitgliedern besteht. Mit allen weiteren Tätigkeiten im Bereich Instandhaltung, Bürotätigkeiten, Öffentlichkeitsarbeit etc. ergibt sich ein Gesamtaufwand von knapp 15.500 Stunden im Jahr 2018! Alle Details zu den Leistungen des vergangenen Jahres erscheinen in Kürze in unserem Jahresbericht, welcher im Zuge der Haussammlung wieder an jeden Haushalt in Roitham persönlich zugestellt wird.

Ein weiterer erfreulicher Punkt war die Angelobung von Mayr Christian, Stöttinger Annika und Wimmer Manuel, welche von der Jugendgruppe in den Aktivstand übergetreten sind. Des Weiteren konnten zahlreiche Mitglieder aufgrund besonderer Leistungen befördert bzw. für ihre langjährige Tätigkeit geehrt werden. Dem ehemaligen Kommandanten Zorn Herbert sowie dem ehemaligen Zugskommandanten Breitwieser Horst wurden für ihre verdienstvollen Tätigkeiten als langjährige Führungskräfte der FF-Roitham Ehrendienstgrade zugesprochen.

Am Ende der Versammlung durfte die Jugendgruppe eine Spende in der Höhe von 1.000€ aus der Friedenslichtaktion an Licht ins Dunkel übergeben. Die Spende wurde von Bezirkskommandant OBR Stefan Schiendorfer entgegengenommen und wird gesammelt mit weiteren Spenden von Jugendgruppen aus ganz OÖ durch den Landesfeuerwehrverband an den Soforthilfefond von Licht ins Dunkel weitergeleitet.

Foto Kerschi übergibt Kennzeichnungsweste "Beobachter" an FF-Roitham 08-12-2018
  

Um bei Einsatzübungen Verbesserungspotentiale zu erkennen und den Gesamtüberblick über den Übungsverlauf erfassen und wahren zu können, ist es unbedingt notwendig sogenannte Übungsbeobachter einzusetzen. Meist handelt es sich dabei um jene Feuerwehrkameraden, welche eine Übung vorbereitet haben, um dadurch gezielt auf die kritischen Punkte der Aufgabenstellung achten  zu können. Da der Beobachter an der Übung selbst nicht aktiv teilnimmt, ist es für die restlichen Einsatzkräfte wichtig erkennen zu können, dass es sich um eben diesen  handelt. Insbesondere, wenn sich der Beobachter im Rahmen der Übung in simulierte Gefahrenbereiche begibt, soll erkennbar sein, warum sich die Person dort aufhält. Aus diesem Grund werden Kennzeichnungswesten für die Übungsbeobachter verwendet, um diese als solche erkenntlich zu machen.

Kommandant Johannes Rudyk konnte eine derartige Weste nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes in blauer Farbe mit entsprechender Beschriftung und Reflektorstreifen entgegennehmen. Die Weste wurde von Werner Kerschbaummayr, dem Betreiber der Website fotokerschi.at gesponsert und bei der Fa. Scheureder protection.equipment in Eberstalzell angeschafft. Die Übergabe fand am 08-12-2018 am Standort der Fa. Scheureder statt.
Die FF-Roitham bedankt sich sehr herzlich bei Werner Kerschbaummayr für die Sachspende.

Foto v.l.n.r.: Wolfgang Scheureder, Kdt. Johannes Rudyk, Werner Kerschbaummayr

 

Laufende Aus- und Fortbildung auf Bezirks- und Landesebene 11-2018
  

In den vergangenen Wochen nahmen zahlreiche Mitglieder der FF-Roitham an Lehrgängen auf Abschnitts- bzw. Bezirksebene sowie an der Landesfeuerwehrschule Linz teil. Anfang November absolvierten Waldl Lisa, Radner Thomas und Stöttinger Gabriel (im Bild v.l.n.r) an 2,5 Tagen den Funklehrgang des Bezirkes Gmunden, abgehalten bei der Feuerwehr Pfandl. Dieser Lehrgang gilt als Basislehrgang nach dem Grundlehrgang, da aus dem alltäglichen Feuerwehrbetrieb die Kommunikation mittels Funk nicht mehr wegzudenken ist. Neben den technischen Grundlagen und der Funkordnung lernen die Teilnehmer auch den richtigen Umgang mit Karten zur Bestimmung von Koordinaten, Fahrtrouten etc.

Kommandant-Stellvertreter Philip Kathrein bildete sich im Katastrophenschutz weiter und belegte dafür, gemeinsam mit dem Bürgermeister als behördlicher Einsatzleiter, das Katastrophenschutzseminar II an der Landesfeuerwehrschule. In diesem zweitägigen Seminar, an welchen von sämtlichen Einsatzorganisationen und Behörden Vertreter teilnehmen, werden neben den rechtlichen Rahmenbedingungen im Katastrophenfall vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und Behörden im sogenannten Einsatzstab geübt. Highlight bildet am zweiten Seminartag ein Planspiel, in welchem eine Katastrophenlage realitätsnah in einem integrierten Einsatzstab abgearbeitet wird.

Kommandant Johannes Rudyk belegte von 09. - 10.11.2018 den Rhetorik-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule. In seiner Funktion ist es immer wieder notwendig, Reden und Ansprachen vor größeren Menschengruppen zu halten, ob bei der Jahreshauptversammlung, bei Fahrzeugsegnungen aber auch bei Begräbnissen. Auch diese Aufgabe will gelernt sein und lässt sich trainieren, was enorm wichtig ist, um Botschaften richtig zu vermitteln und von den Zuhörern auch verstanden zu werden. Der Lehrgang bildet mit zahlreichen Tipps und vor allem praktischen Redeübungen eine gute Grundlage, um die persönlichen rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Den Umgang mit der Tragkraftspritze widmeten sich die Teilnehmer des Maschinistenlehrganges an der Feuerwehrschule von 26. - 28.11.2018. Seitens der FF-Roitham nahm Harald Pichlmann an der Lehrveranstaltung teil. Der Maschinist stellt vor allem im Brandfall eine zentrale Rolle dar, damit die notwendige Wasserversorgung sichergestellt werden kann. Um dies auch unter erschwerten Bedingungen gewährleisten zu können, beschäftigt man sich neben den technischen und taktischen Inhalten vor allem mit der Fehlersuche und -behebung an der Tragkraftspritze, sollte die Wasserförderung mal nicht so funktionieren wie geplant. Weitere Lehrgangsinhalte sind der Umgang mit sonstigen motorisch betriebenen Geräten wie Notstromaggregaten oder Hochleistungslüftern.

Für die Koordination und Führung größerer Einsatzlagen bildete sich Philip Kathrein von 27. - 29.11.2018 ebenfalls an der Feuerwehrschule im Einsatzleiterlehrgang weiter. Dieser Lehrgang baut auf den Führungslehrgängen Gruppenkommandant und Zugskommandant auf und bildet den Abschluss der taktischen Ausbildung. Dabei wird das Führungssystem, bestehend aus Führungsorganisation, Führungsverfahren und Führungsmittel intensiv behandelt und wiederum gleich in Planspielen mit herausfordernden und keinesfalls alltäglichen Einsatzszenarien in die Praxis umgesetzt.

Zuletzt nahmen Johannes Rudyk und Philip Kathrein an der Schulung für Ausbildner in der Feuerwehr des Abschnittes Gmunden, veranstaltet bei der FF-Laakirchen teil. Dabei wurden den Ausbildnern sämtliche Neuerungen rund um die Grundausbildung aber auch diverser Leistungsprüfungen vorgestellt. Neben den Neuerungen wurde als Schwerpunktthema die "zeitkritische Türöffnung" behandelt, welche sowohl bei Brandeinsätzen als auch für technische Hilfeleistungen etwa bei Personen in Notlagen zum Einsatz kommt. Neben einem theoretischen Vortrag mit rechtlichen Grundlagen, Einsatzplanung, Vorgehen und Technik konnte das gelernte an einer speziellen Übungstür gleich in die Praxis umgesetzt werden.

Alle diese Ausbildungen absolvieren die Feuerwehrmitglieder in ihrer Freizeit und nehmen sich dafür Urlaub. Selbstverständlich läuft der normale Übungsbetrieb davon unberührt mit der wöchentlichen Freitagsübung und den quartalsweisen Sonderübungen verschiedener Einheiten wie Atemschutz oder Führungskräfte.

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