Einsatzübung Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person 11-06-2021
  

Ein PKW-Lenker verliert aufgrund eines internen Notfalles das Bewusstsein, kommt in einer Kurve von der Fahrbahn ab und kracht in die Seitenwand eines dort abgestellten Wohnwagens. Eine Person, welche sich im Wohnwagen befand, wird unter dem Auto eingeklemmt. Die beiden Insassen des PKWs sind im Fahrzeug verletzt eingeschlossen, da der PKW bis zu den Türen im Wohnwagen steckt. Durch die Kollision wurde zudem eine Propangasflasche im Anhänger beschädigt, was einen Gasaustritt zur Folge hatte. Dieses spektakuläre Szenario bildete die Ausgangsbasis für die Freitagsübung am 11-06-2021.

Im Zuge der Lageerkundung durch Einsatzleiter HBI Johannes Rudyk konnte die beschädigte Gasflasche umgehend aus dem Gefahrenbereich geborgen und in ausreichender Entfernung abgestellt werden. Parallel zur Patientenbetreuung wurden die Unfallfahrzeuge gesichert, ein Brandschutz aufgebaut und die Rettungsmaßnahmen durch den Aufbau der Geräteablage vorbereitet. Da bei der Person unter dem PKW keine Lebenszeichen festgestellt werden konnten, wurde eine Sofortrettung eingeleitet, wozu der PKW mittels Hydraulikheber angehoben wurde, um die Person befreien zu können. Die nächste Priorität galt dem bewusstlosen PKW-Lenker, welcher nach Entfernung der Scheiben rasch über das Fahrzeugheck gerettet werden konnte. Den Beifahrer galt es möglichst schonend aus dem PKW zu befreien, was ebenfalls über das Fahrzeugheck mittels Spineboard durchgeführt wurde. Auf der Patientenablage verlor der Beifahrer das Bewusstsein und kurz darauf stellte sich ein Atem-Kreislaufstillstand ein. Zwei Sanitäter aus den Reihen der FF Roitham begannen unverzüglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach der fiktiven Übergabe aller Patienten an den Rettungsdienst, wurde die Fahrzeugbergung mittels Seilwinde und die allgemeinen Aufräumarbeiten an der Unfallstelle durchgeführt.

Bei der Nachbesprechung fand Organisator und Übungsbeobachter OBI Philip Kathrein lobende Worte für das rasche und strukturierte Vorgehen bei dem komplexen Szenario, wobei auch einige Verbesserungspotentiale besprochen wurden. Bedanken dürfen wir uns bei den Statisten sowie unserem Kameraden Paul Schaumberger für den Übungsort und die Möglichkeit der Zwischenlagerung des "Übungs-Wohnwagens".

Frühjahrsübung "Brand Gewerbe, Industrie" 04-06-2021
  

Nach coronabedingten monatelangen Kleingruppenübungen konnte am 04-06-2021 erstmals wieder eine Übung ohne Teilnehmerbeschränkung durchgeführt werden, was sogleich für die etwas verspätete Abhaltung der Frühjahrsübung genutzt wurde. Die Einsatzmannschaft wurde zu einem "Brand Gewerbe, Industrie" beim örtlichen Bauhof in die Sportplatzstraße alarmiert. Vor Ort stellte Einsatzleiter OBI Philip Kathrein folgende Lage fest: Im Werkstättenbereich war es bei Flexarbeiten zu einem Brand gekommen, welcher sich rasch auf das gesamte untere Geschoss ausbreitete. Im Gebäude galten zwei Personen als vermisst. Tank Roitham entsendete sofort einen Atemschutztrupp zur Personensuche und Brandbekämpfung in das stark verrauchte Gebäude. Parallel dazu wurde ein C-Rohr im Außenangriff vorgenommen und die taktische Ventilation vorbereitet. Vom LFB-A2 wurde der Atemschutz-Rettungstrupp gestellt und anschließend gemeinsam mit dem KLFA-L eine rund 600m lange Zubringerleitung vom Löschteich Promot unter Verwendung von zwei Tragkraftspritzen aufgebaut.

Im Zuge der weiteren Erkundung im oberen Geschoss konnte eine Person bewusstlos auf der Treppe aufgefunden werden, welche offenbar auf der Flucht aus dem Gebäude gestürzt war. Da dieser Bereich durch eine Brandschutztür vom Brand abgeschottet und noch nicht verraucht war, konnte eine Sofortrettung ohne Atemschutz durchgeführt werden. Kurz darauf wurde auch die zweite Person im oberen Geschoss aufgefunden. Diese war beim Brandausbruch mit Arbeiten auf einer Leiter am Palettenregal beschäftigt, von dieser gestürzt und am Dach des abgestellten Gabelstaplers zu liegen gekommen. Die Person wurde mittels Schaufeltrage gerettet und beide Patienten dem fiktiv anwesenden Rettungsdienst übergeben. Nachdem die Zubringerleitung fertig gestellt war wurde der Außenangriff durch ein weiteres Rohr verstärkt. Kurz darauf galt das Übungsziel als erreicht und man konnte zu den Aufräumarbeiten übergehen.

Bei der Nachbesprechung zeigte sich der Organisator und Übungsbeobachter Kommandant Johannes Rudyk zufrieden mit der Leistung nach der langen Pause von Einsatzübungen. Ein Dankeschön gilt den beiden Statisten und unserem Kameraden und Bauhofmitarbeiter Günter Schausberger, welche die Durchführung maßgeblich unterstützt haben.

Atemschutzübung im Doppelpack 15-05-2021
  

Die Möglichkeit, eine Wohnung in der Ortschaft Palmsdorf, welche in Kürze umfassend saniert wird, nutzen zu können, wurde vom Atemschutz-Ausbildnerteam der FF Roitham mit Freude angenommen und gleich zweifach genutzt. Am 12-05-2021 wurde im Übungsobjekt eine Einsatzübung durchgeführt. Annahme war ein Küchenbrand in der Erdgeschosswohnung mit zwei vermissten Personen. Aufgabe der Atemschutztrupps war es, die völlig verrauchte Wohnung nach den Vermissten abzusuchen und diese zu retten, den Brandherd zu lokalisieren, eine Abluftöffnung zu schaffen und die Brandbekämpfung durchzuführen. Die restliche Mannschaft unterstützte von außen und führte die Atemschutzüberwachung sowie die taktische Ventilation durch. Das Szenario wurde zweimal mit unterschiedlichen Atemschutztrupps durchgeführt.

Am 15-05-2021 folgte die zweite Übung mit dem Schwerpunkt "Gewaltsame Türöffnung". Immer wieder kommt es vor, dass sich der Atemschutztrupp am Beginn des eigentlichen Innenangriffes oder im Verlauf des Einsatzes gewaltsamen Zutritt durch verschlossene Türen in die betroffenen Räumlichkeiten verschaffen muss. Nach kurzer theoretischer Einführung unter Verwendung von Ausbildungsvideos ging es auch schon wieder zur Praxis im Übungsobjekt. Dort konnten zahlreiche Türen mit dem sogenannten Halligan-Tool aufgebrochen werden. Auch diese Übung wurde in der Kleingruppe durchgeführt.

Vielen Dank an die Fam. Frühwirth aus Palmsdorf, welche uns das Übungsobjekt zweimal zur Verfügung gestellt hat und die entgegengebrachte Gastfreundschaft. Solche Gelegenheiten sind für die Feuerwehren eine zentrale Grundlage um realitätsnahe Übungen durchführen zu können.

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