Themenübung Zilleneinsatz 23-07-2021
  

Einsatz mit Zillenunterstützung - so lautete der Titel für die Freitagsübung am 23-07-2021. Zunächst wurden Grundregeln, Anwendungsmöglichkeiten und Abläufe bei Einsätzen, in deren Zug die Zille eingesetzt werden soll, besprochen, wobei das Einsatzspektrum in unserem Einsatzgebiet auf der Traun von Suchaktionen, Personen- und Tierrettungen bis hin zu Erkundungs- und technischen Einsätzen reicht. Zwar wird die Zille per Muskelkraft gesteuert, trotzdem ist deren Einsatzwert  aufgrund der Wendigkeit, dem verhältnismäßig geringen Gewicht und dem geringen Tiefgang nicht zu unterschätzen. Vor allem der niedrige Wasserstand in trockenen Sommermonaten in gewissen Teilbereichen der Traun kann zum KO-Kriterium für Motorboote werden, welche aber wiederum in anderen Bereichen ganz klar ihre Vorteile ausspielen können.

Nach der Einführung ging es zum Zillenankerplatz an der Traun wo die örtlichen Gegebenheiten und weitere Besonderheiten im Wasserdienst erläutert wurden. Für die notwendige Portion Praxis wurde die Übungsmannschaft schließlich mit dem Szenario "Vermisste Person nach Schlauchboottour" konfrontiert. Die Zille wurde einsatzbereit gemacht und die Suche zu Wasser und an Land entlang des Ufers gestartet. Die Person konnte von der Zillenbesatzung rasch am Ufer liegend lokalisiert werden. Aufgrund der steilen Traunböschung in diesem Bereich entschied man sich für einen Abtransport über den Wasserweg. Der Verletzte wurde mittels Spineboard in die Korbtrage umgelagert und in die Zille verladen. Am Ankerplatz erfolgte die fiktive Übergabe an den Rettungsdienst. Im Anschluss an das Szenario wurden noch Fahrübungen mit der Zille, Knotenkunde und die Aufrüstung der Korbtrage zum Schwimmkörper trainiert.
Nach 2h wurde die Übung für die 22 Teilnehmer beendet.

Einsatzübung Vegetationsbrand 16-07-2021
  

In der Freitagsübung am 16-07-2021 wurde eine Einsatzübung zum Thema Vegetationsbrand abgehalten. Die Übungsleiter Huber Lukas und Wimmer Anna hatten die Planungen dazu bereits zu Jahresbeginn gestartet und dazu die Christbäume zahlreicher Kameraden gesammelt und gelagert. Diese wurden schließlich für die Übung in einem sicheren Bereich inmitten eines abgeernteten Getreidefeldes positioniert, um einen kleinen Übungswald zu schaffen, um welchen noch zusätzlich eine Brandschneise mittels Grubber gezogen wurde, um jegliche ungewollte Ausbreitung zu unterbinden. Weiters wurde für die Übung selbst anhand eines Lageplanes eine durchaus größere Waldfläche angenommen. Der Übungswald diente somit als Art Modell für das Szenario.

Die Übungsmannschaft wurde mit dem Stichwort "Brand Baum, Flur, Böschung" in die Ortschaft Edtmayr alarmiert und rückte realistisch gestaffelt zum Einsatzort aus. Dort kam dem ersteintreffenden Kommandofahrzeug bereits eine verletzte Person entgegen und informierte den Einsatzleiter, dass ein Lagerfeuer am Waldrand außer Kontrolle geraten sei und bereits angrenzende Bäume erfasst hatte. Zwei Personen befanden sich noch im Nahbereich des Brandes, wovon eine bewusstlos war. Alle Verletzten wurden umgehend aus dem Gefahrenbereich gebracht und erstversorgt. Der Brand breitete sich zunehmend aus und drohte auf eine Hütte sowie ein größeres angrenzendes Waldstück überzugreifen. Tank Roitham startete den ersten Löschangriff mit zwei C-Rohren um die Ausbreitung zu verhindern, wobei in dieser Erstphase besonders auf einen sparsamen Wasserverbrauch geachtet werden musste. Aufgrund der Windrichtung war für einen Trupp die Verwendung von leichtem Atemschutz notwendig. Die Besatzung des LFB-A2 erstellte die Zubringerleitung zu Tank Roitham von einem offenen Löschteich in ca. 320m Entfernung um die Wasserversorgung zu sichern. Weiters wurde eine Verletztenablage und eine Einsatzleitstelle aufgebaut. Die Besatzung des KLFA-L unterstützte bei der Fertigstellung der Zubringerleitung und bereitete zwei weitere Rohre für die Verstärkung des Löschangriffes vor, welche nach Sicherstellung der Wasserversorgung in Betrieb gingen. Nachdem der offene Brand niedergeschlagen war, wurde mit diversen Schanzwerkzeugen der Boden durchkämmt um (fiktive) Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, was mit der Wärmebildkamera unterstützt wurde.

Nachdem das Übungsziel erreicht war wurden wieder alle Gerätschaften verstaut und eine Übungsnachbesprechung durchgeführt. Nach gut 2h war die Übung für die 25 Teilnehmer beendet.

Neue Maschinisten ausgebildet 27-06-2021
  

Drei junge Kameraden der FF Roitham nahmen am 26. & 27.06.2021 am Maschinistenlehrgang, welcher auf Bezirksebene in St. Agatha abgehalten wurde, teil. Der Maschinist ist üblicherweise Lenker des Einsatzfahrzeuges und bedient kraftbetriebene Geräte. Beim Brandeinsatz hat er häufig durch die Bedienung der Tragkraftspritze eine besonders zentrale Aufgabe, denn nur so kann der Wasserbedarf an der Einsatzstelle langfristig gedeckt werden.

Die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur selbstständigen Bedienung der Tragkraftspritze und anderer kraftbetriebener Geräte werden im Zuge dieses Lehrganges vermittelt. Spezielle Inhalte sind die Löschwasserförderung über lange Wegstrecken, Grundkenntnisse über Einbaupumpen sowie die Durchführung von Wartungstätigkeiten an den Gerätschaften. Alle diese Themen wurden über das Ausbildungswochenende in theoretischen und praktischen Lehreinheiten behandelt. Bei der schriftlichen Abschlussprüfung konnten alle Teilnehmer der FF Roitham die Bestnote erzielen. Wir gratulieren Huber Lukas, Ratzenböck Felix und Wimmer Daniel (im Bild v.l.n.r.) zum Lehrgangserfolg und danken für die aufgewendete Freizeit zur feuerwehrdienstlichen Fortbildung.

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