Heißausbildung in Brandcontainer 08-09-2019
  

Im wahrsten Sinne des Wortes heiß her ging es für drei Atemschutztrupps der FF Roitham am 08-09-2019. Diese durften an einer Heißausbildung, organisiert durch das Bezirksfeuerwehrkommando Linz Land bzw. die FF St. Florian, teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung, in welcher die Atemschutzträger unter realen Bedingungen einen Atemschutz(übungs)einsatz absolvieren. Dazu stand ein Brandcontainer einer deutschen Firma zur Verfügung, welcher auf einem Sattelauflieger aufgebaut und mit Gas befeuert ist. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, im Inneren des Containers durch vier verschiedene, computergesteuerte Brandstellen unterschiedliche Szenarien bei Temperaturen bis zu 700°C zu trainieren - das Ganze natürlich bei ständiger Überwachung. Ein Trainer begleitete den Trupp um das taktische Vorgehen zu überwachen und beurteilen zu können.

Der Einsatzauftrag für die Trupps lautete eine Brandbekämpfung in einem Hobbykeller durchzuführen. Vom Dach des Aufliegers starteten die Trupps in den Innenangriff, wobei gleich unter der Treppe der erste Brandherd zu bekämpfen war. Unten angekommen galt es die Löscharbeiten in zwei Räumen durchzuführen, wobei gelagerte Gasflaschen und Benzinkanister die Arbeiten erschwerten und die richtigen Handlungen der Trupps erforderten. Im hinteren Raum kam es schließlich zu einer unangekündigten Flash-Over-Simulation (Durchzündung), wobei auch hier das richtige Verhalten des Trupps gefragt war, um sich selbst zu schützen. Nach erreichtem Übungsziel und geordnetem Rückzug wurde mit dem jeweiligen Trainer eine Nachbesprechung durchgeführt, wo Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Organisatoren der Ausbildungsveranstaltung sehr herzlich bedanken. Das Trainieren eines Innenangriffes bei realen Umgebungstemperaturen ist ohne derartige Spezial-Übungsanlagen praktisch nicht möglich, für das richtige Vorgehen und damit die Sicherheit des Trupps aber von enormen Vorteil. Fazit der Teilnehmer: "Verdammt heiß und schweißtreibend, aber sehr lehrreich!"

Verkehrsunfall mit LKW 06-09-2019
  

In den letzten beiden Freitagsübungen wurde der Themenschwerpunkt "Verkehrsunfall mit LKW" bearbeitet. Dazu konnten im Zuge der aufwändigen Übungsvorbereitungen eine LKW-Kabine und eine Zugmaschine als Übungsobjekte organisiert werden. Für diese seltene Gelegenheit möchten wir uns an dieser Stelle bei den Firmen Gartner KG, TTS Neumayer GmbH und der Lugmair GmbH herzlich bedanken.

In der ersten Schwerpunktübung am 30-08-2019 wurden auf zwei Stationen die Grundlagen für LKW-Rettungen erarbeitet. Bei der ersten Station erläuterte HBM Christopher Reiter als gelernter LKW-Mechaniker und Berufskraftfahrer anhand von Anschauungsobjekten der Firmen Transphalt GmbH und Ruttnigg GmbH die für den Feuerwehreinsatz relevante Fahrzeugtechnologie sowie nützliche Tipps und Tricks bei der Verwendung von Bedienelementen oder bei der Suche nach Anschlagpunkten. Die Sicherungsarbeiten am LKW als Basis für eine technische Rettung wurde an der zweiten Station unter Leitung von OBI Philip Kathrein geübt. Dabei wurde vor allem die Sicherung der Fahrerkabine anhand verschiedener Spanngurtanordnungen bzw. mittels Stab-Fast trainiert. Im Anschluss übte die Mannschaft noch die Rettung einer Person aus der Kabine mit Spineboard und Schaufeltrage, was sich aufgrund der Höhe doch erheblich von der Rettung aus einem PKW unterscheidet.

In der zweiten LKW-Übung am 06-09-2019 ging es auf zwei Stationen mit den bewährten Ausbildnern an die schwere technische Rettung. Zum einen galt es eine Person, welche unter dem LKW eingeklemmt war, zu befreien. Dies wurde sowohl mit den Hebekissen, als auch mit einem hydraulischem LKW-Wagenheber trainiert. An der zweiten Station stand die technische Rettung an der LKW-Kabine im Fokus. Mittels Spreizer, Schere und Rettungszylinder wurden Türen entfernt und der Vorderbau weggedrückt, um eine Einklemmung der Insassen lösen zu können. Mit der Säbelsäge wurde auch ein alternativer Zugangsweg über die Kabinenrückwand geschaffen.

 

In insgesamt 4 Ausbildungsstunden konnten die Kenntnisse und Fähigkeiten der Einsatzkräfte der FF Roitham im Bereich Verkehrsunfall mit LKW erheblich gehoben werden. Auch wenn solche Einsatzlagen glücklicherweise selten vorkommen, ist es umso wichtiger, sich in Übungen entsprechend darauf vorzubereiten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Schutzstufe 2 und Stationsübung Verkehrsunfall 23-08-2019
  

Rege Übungstätigkeit gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Roitham auch während der Urlaubszeit. In der Freitagsübung am 16-08-2019 wurde eine Themenübung zu den im Zuge der Gefahren- und Entwicklungsplanung (GEP) neu angeschafften Schutzstufe 2 Anzügen durchgeführt. Diese Anzüge dienen dazu, die Einsatzkräfte vor ausgetretenen Säuren und Laugen zu schützen und entsprechende Einsatzaufgaben abarbeiten zu können. In der Übung wurde nach einer kurzen theoretischen Einführung in die verschiedenen Schutzstufen und die Einsatztaktik das richtige Anlegen der Anzüge geübt.

Am 23-08-2019 stand schließlich eine dreiteilige Stationsübung zum Thema Verkehrsunfall am Programm. Bei der ersten Station wurden die allgemeinen Sicherungsmaßnahmen bei einem Verkehrsunfall, sowie der Umgang mit Sicherheitseinrichtungen in Unfallfahrzeugen behandelt. Bei der zweiten Station lag der Schwerpunkt auf dem Stabilisierungssystem Stab Fast, um Fahrzeuge in verschiedensten Lagen sichern zu können. Dabei kamen auch zwei neue Gerätschaften, ein Schälbohrer und Festpunktketten zum Einsatz, welche das Schaffen von Ansatzpunkten am Fahrzeug erleichtern. Die letzte Station stand ganz im Zeichen der Rettung aus einem Unfallfahrzeug. So galt es einen Statisten durch verschiedene, vorbereitete Befreiungsöffnungen mittels Spineboard aus einem Unfall-PKW zu retten. Dabei wurde auch auf den sorgfältigen Umgang mit medizinischem Equipment am Patienten, wie HWS-Schiene, Sauerstoff und Infusion geachtet.

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