Übungsbetrieb wieder aufgenommen 29-05-2020
  
Nach der Zwangspause infolge der Corona-Krise, durch welche auch in den Feuerwehren sämtliche Ausbildungstätigkeiten eingestellt werden mussten, konnte ab Mitte Mai der Übungsbetrieb wieder schrittweise hochgefahren werden. So wurde am 15-05-2020 eine auf 10 Feuerwehrmitglieder begrenzte praktische Gerätekunde abgehalten, wobei vor allem der Betrieb der motorisch betriebenen Geräte im Mittelpunkt stand. Eine Woche später folgte in der Freitagsübung, welche wiederum im kleinen Kreis abgehalten wurde, das Thema Absichern von Einsatzstellen.
Ende Mai wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die erste Atemschutzübung des Jahres abgehalten, wobei pro Tag zwei Trupps teilnehmen konnten. Als Übungsobjekt diente die Baustelle von unserem Kameraden Pichlmann Harald, wo wir ideale Bedingungen vorfinden konnten. Im Rohbau wurde eine 70m²-Wohnung im ersten Obergeschoss eingerichtet. Aufgabe der Atemschutztrupps war es, die fiktive Brandwohnung nach vermissten Personen abzusuchen und diese zu retten. Die Schwierigkeit lag darin, die Aufgabe bei Null-Sicht durchzuführen, wozu den Atemschutzträgern die Sichtscheiben an den Masken abgeklebt wurden. Die Übung wurde in zwei Durchgänge geteilt. Dazwischen gab es wertvolles Feedback von den Ausbildnern, welches im zweiten Durchgang gleich wieder praktisch umgesetzt werden konnte. Abschließend wurde auch die Thematik der Einsatzhygiene behandelt, wodurch die Verschleppung von Schadstoffen, welche nach einem Innenangriff an der persönlichen Schutzausrüstung anhaften, verringert werden soll.
Die erste „normale“ Freitagsübung fand schließlich am 29-05-2020 statt, wobei auf die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gemäß den Vorgaben des Landesfeuerwehrverbandes stets geachtet wurde. Aufgeteilt auf zwei Stationen wurden die Seilwinde und der Greifzug inkl. der zugehörigen Anschlagmittel wie Ketten, Drahtseile und textile Anschlagmittel beübt. Abschließend wurden die Teilnehmer durch den Kommandanten noch über die neuesten Entwicklungen in der FF Roitham informiert.
Realbrandausbildung Ready4Fire 07-03-2020
  

Zu einer ganz besonderen Ausbildung machten sich drei Atemschutzträger der FF Roitham am 07-03-2020 auf den Weg nach Amstetten. Dort konnte eine Realbrandausbildung beim Verein Ready4Fire absolviert werden. Gestartet wurde im Feuerwehrhaus Amstetten, wo anhand einer interessanten und sehr praxisbezogenen Präsentation die Grundlagen zum Brandverlauf, Taktik und Technik im Innenangriff erläutert wurden. Nach der Sicherheitsunterweisung ging es einmal quer durch Amstetten zum Übungsgelände, wo sich eine holzbefeuerte Heißausbildungsanlage, errichtet aus mehreren Hochseeschiffcontainern, befindet. Aufgeteilt in zwei Gruppen durchliefen die Teilnehmer zunächst ein Hohlstrahlrohrtaining. Dieses stellt das zentrale Werkzeug des Atemschutztrupps im Innenangriff dar, weshalb die Handhabung, Einsatzmöglichkeiten aber auch Grenzen bestens bekannt sein müssen. Dabei wurden auch viele wertvolle Tipps und Tricks für den praktischen Einsatz vermittelt. Im Anschluss wurden die Atemschutzgeräte angelegt und unter Anleitung der Ausbildner ging es in den ersten Brandcontainer. Bei diesem Durchlauf stand die praktische Vermittlung des Brandverlaufes im Mittelpunkt. Anhand eines kleinen Brandes am Ende des Containers wurde durch Drosselung oder Erhöhung der Sauerstoffzufuhr, durch Wasserabgabe und das Schaffen einer Abluftöffnung das Brandverhalten veranschaulicht und im wahrsten Sinne des Wortes spürbar gemacht. Am Ende des ersten Durchlaufes wurde auch das Thema Einsatzstellenhygiene behandelt, wobei es das Atemschutzgerät so abzulegen galt, dass eine Verschleppung der Kontamination durch Ruß und Brandrauch weitestgehend vermieden wird. Ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf die eigene Gesundheit und jener unserer Kameraden, welchen in der Vergangenheit sicher häufig zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Nach Abschluss der Nachbesprechungs- und Erhohlungsphase rüsteten sich die Trupps für den zweiten Durchgang im Brandcontainer aus. Dabei galt es eine Angriffsübung in einer nachgestellten 70m² Wohnung durchzuführen. Bei Null-Sicht, recht warmen Temperaturen durch das Realfeuer im Nebencontainer und hoher Luftfeuchtigkeit galt es mehrere Räume zu durchsuchen und aufgefundene Personen (Übungspuppen) nach draussen zu bringen. Danach konnte in den Brandraum vorgedrungen werden, wobei dieses Vorgehen dreimal bei ständig wechselnden Trupppositionen trainiert wurde, bevor der Rückzug angetreten werden konnte. Nach dem wiederum "sauberen" Ablegen der Geräte erfolgte eine intensive Nachbesprechung mit dem begleitenden Trainer, bevor die Ausbildung beendet und der Heimweg angetreten werden konnte.

Die Teilnehmer der FF Roitham, Atemschutzwart Philipp Schütt, dessen Gehilfin Anna Wimmer und Kommandant-Stellvertreter Philip Kathrein wurden von der erstklassigen Ausbildung sehr positiv überzeugt und konnten viele neue Erkenntnisse und so manchen "Aha-Effekt" mit nach Hause nehmen. Die Teilnahme der FF Roitham stand unter dem Motto "Train the Trainer", da die drei genannten Kameraden für die feuerwehrinterne Ausbildung der Atemschutzträger der FF Roitham verantwortlich sind und das Gelernte in den nächsten Atemschutzübungen an die Kollegen weitergeben werden.

Schulung Photovoltaik im Feuerwehreinsatz 06-03-2020
  

Auf immer mehr Häusern sieht man mittlerweile kleine und größere Photovoltaikanlagen und der Trend in diese Richtung wird wohl noch stärker werden. Grund genug sich aus Feuerwehrsicht wieder einmal mit der Thematik zu beschäftigen. Dazu organisierte AW Johannes Niederhauser eine interessante Schulung. Gestartet wurde mit einer Präsentation im Schulungsraum, anhand welcher der Aufbau, die Funktionsweise, Gefahren und der Umgang bei Feuerwehreinsätzen mit Photovoltaikanlagen sehr anschaulich und verständlich erklärt wurden.
Im Anschluss ging es in den Kindergarten, wo eine 3kWp-Anlage am Dach installiert ist und diese, insbesondere der Wechselrichter, besichtigt wurde. Danach ging es in die Ortschaft Stötten wo bei einem unserer Kameraden eine 20kWp-Anlage besichtigt werden konnte. An der Schulung nahmen 31 Feuerwehrmitglieder teil.

Aber auch in den Wochen zuvor hat sich neben den Vorbereitungen zu unseren Faschingsveranstaltungen und den Sturmeinsätzen einiges in der Ausbildung getan. So wurden in den Freitagsübungen die Themen Kartenkunde, Wärmebildkamera und Mehrgasmessgerät behandelt. In einer praktischen Kraftfahrer- und Maschinistenausbildung wurden verschiedenen Stationen abgearbeitet, bei denen vor allem die Kraftfahrer von ULFA und LFB-A2 gefordert waren. Bei der Themenübung "Verkehrsunfall Erstphase" wurde anhand von drei verschiedenen Unfallszenarien die Entwicklung an der Einsatzstelle bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person geübt.

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