Herbstübung 20-10-2019
  

Ein Auto kollidiert frontal mit einem entgegenkommenden LKW, überschlägt sich und bleibt am Dach am Fuße einer Böschung neben der Straße liegen. Der Lastwagen gerät durch den Aufprall ins Schleudern und kippt auf den Anhänger eines entgegenkommenden Traktorgespannes. Dieses Unfallszenario bildete die Ausgangslage für die Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Roitham am 20-10-2019, an welcher auch die FF Windern und das Rote Kreuz teilnahmen. Als Übungsort durfte die Zufahrtsstraße in die Asamer Schottergrube am Traunfall genutzt werden, welche sehr ähnliche Gegebenheiten wie die B144 aufweist, der öffentliche Verkehr durch die Übung aber nicht beeinträchtigt wird.

Kurz nach 10 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte. Einsatzleiter HBI Johannes Rudyk erkundete die Lage und stellte fest, dass der LKW-Lenker mit einer offensichtlichen Kopfverletzung im Führerhaus eingeschlossen war und sich aufgrund der Lage nicht selbst befreien konnte. Im PKW befanden sich zwei Personen, wobei ein Kind halb aus dem hinteren Fenster herausragte und eine starke Blutung am Arm aufwies. Der Lenker des Fahrzeuges war schwer verletzt im PKW eingeklemmt.

Die Besatzung von ULF Roitham wurde gemeinsam mit dem LFB-A2 Roitham zur Menschenrettung aus dem PKW eingeteilt, wobei die Deformation und die engen Platzverhältnisse im Fahrzeuginneren, gemeinsam mit der Einklemmung einer Hand des Lenkers zwischen Sitz und B-Säule eine besondere Herausforderung darstellten. RLF Windern und KLFA-L Roitham übernahmen den Einsatzabschnitt LKW, wobei dieser zunächst aufgrund der instabilen Lage relativ aufwändig gesichert werden musste, bevor der Lenker durch die Windschutzscheibe befreit werden konnte. Die medizinische Betreuung und Erstversorgung wurde während der gesamten Arbeiten durch das Rote Kreuz sichergestellt.

Nachdem alle Verletzten befreit und abtransportiert waren, führten die Feuerwehren die Fahrzeugbergungen und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle durch und im Kreise der Führungskräfte gemeinsam mit den Organisatoren und Beobachtern wurde die Übung ausführlich nachbesprochen. Dabei konnte ein durchaus positives Fazit bei diesem herausfordernden und keinesfalls alltäglichen Szenario gezogen werden. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften funktionierte sehr gut. Im Anschluss an die Übung wurden alle Beteiligten von Bgm. Alfred Gruber zum Mittagessen eingeladen – herzlichen Dank!

Eingesetzte Kräfte:
FF Roitham mit KDO, ULFA 2200/200, LFB-A2, KLFA-L und 35 Mann
FF Windern mit RLFA und 9 Mann
Rotes Kreuz mit 3 SEW, 1 NEF, 1 ELVD und 10 Personen
3 Statisten inkl. 1 Schminker
2 Fotografen
Bürgermeister

Maschinistengrundausbildung erfolgreich durchgeführt 11-10-2019
  
Fünf junge Kameraden der FF Roitham absolvierten am 28-09-2019 und 05-10-2019 die Maschinistengrundausbildung in der Feuerwehr. Es handelt sich dabei um einen Lehrgang, welcher nach den Vorgaben und anhand von Unterlagen des OÖLFV mit Ausbildnern und Gerätschaft der eigenen Feuerwehr durchgeführt wird. Ziel des Lehrganges ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur selbstständigen Bedienung von Tragkraftspritzen und kraftbetriebene Geräten. Weitere Inhalte sind die Löschwasserförderung über lange Wegstrecken sowie vorgeschriebene Wartungstätigkeiten an der Gerätschaft. Alle diese Inhalte wurden in insgesamt 23 Lehreinheiten in theoretischem und praktischem Unterricht erarbeitet. Die schriftliche Abschlussprüfung am 11-10-2019 haben alle Lehrgangsteilnehmer bestanden. Wir gratulieren Florian Berger, Christian Mayr, Thomas Radner, Gabriel Stöttinger und Philipp Weismann zum Lehrgangserfolg und danken für die aufgewendete Freizeit zur feuerwehrdienstlichen Fortbildung.
Heißausbildung in Brandcontainer 08-09-2019
  

Im wahrsten Sinne des Wortes heiß her ging es für drei Atemschutztrupps der FF Roitham am 08-09-2019. Diese durften an einer Heißausbildung, organisiert durch das Bezirksfeuerwehrkommando Linz Land bzw. die FF St. Florian, teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung, in welcher die Atemschutzträger unter realen Bedingungen einen Atemschutz(übungs)einsatz absolvieren. Dazu stand ein Brandcontainer einer deutschen Firma zur Verfügung, welcher auf einem Sattelauflieger aufgebaut und mit Gas befeuert ist. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, im Inneren des Containers durch vier verschiedene, computergesteuerte Brandstellen unterschiedliche Szenarien bei Temperaturen bis zu 700°C zu trainieren - das Ganze natürlich bei ständiger Überwachung. Ein Trainer begleitete den Trupp um das taktische Vorgehen zu überwachen und beurteilen zu können.

Der Einsatzauftrag für die Trupps lautete eine Brandbekämpfung in einem Hobbykeller durchzuführen. Vom Dach des Aufliegers starteten die Trupps in den Innenangriff, wobei gleich unter der Treppe der erste Brandherd zu bekämpfen war. Unten angekommen galt es die Löscharbeiten in zwei Räumen durchzuführen, wobei gelagerte Gasflaschen und Benzinkanister die Arbeiten erschwerten und die richtigen Handlungen der Trupps erforderten. Im hinteren Raum kam es schließlich zu einer unangekündigten Flash-Over-Simulation (Durchzündung), wobei auch hier das richtige Verhalten des Trupps gefragt war, um sich selbst zu schützen. Nach erreichtem Übungsziel und geordnetem Rückzug wurde mit dem jeweiligen Trainer eine Nachbesprechung durchgeführt, wo Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Organisatoren der Ausbildungsveranstaltung sehr herzlich bedanken. Das Trainieren eines Innenangriffes bei realen Umgebungstemperaturen ist ohne derartige Spezial-Übungsanlagen praktisch nicht möglich, für das richtige Vorgehen und damit die Sicherheit des Trupps aber von enormen Vorteil. Fazit der Teilnehmer: "Verdammt heiß und schweißtreibend, aber sehr lehrreich!"

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